Referenzen

Mehr Lieferbereitschaft, weniger Working Capital

Sihl | Deutliche Reduzierung des Net Working Capital

Logistische Simulation und Supply-Chain-Optimierung bei Sihl

>12 % Bestandspotenzial
Höhere Lieferbereitschaft
Logistische Simulation

Die Ausgangslage

Wachstum und technologischer Fortschritt stellten Sihl vor die Frage, wie sich die Supply-Chain-Prozesse und insbesondere der Wettbewerbsfaktor Lieferzeit weiter verbessern lassen. Unterschiedliche länderspezifische ERP-Systeme verursachten Reibungsverluste und erschwerten eine durchgängige Steuerung.

Gleichzeitig trafen hohe Bestände auf eine teilweise unzureichende Produktverfügbarkeit. In einem wettbewerbsintensiven Markt waren jedoch eine hohe Lieferbereitschaft und verlässlich planbare Liefertermine entscheidend für die Kundenzufriedenheit.

 

-Düren, Deutschland

-Bedruckbare Medien & Beschichtungstechnologie

-International tätige Sihl Gruppe

Die richtigen Hebel für Bestand und Lieferfähigkeit finden

Sihl wollte Transparenz über die vorhandenen Bestände schaffen und konkrete Ansatzpunkte für die logistischen Herausforderungen identifizieren. Zu den Projektzielen gehörten zuverlässigere Liefertermine, abgestimmte Lieferstrategien, schlankere Wertströme, eine geringere Variantenvielfalt sowie optimierte Dispositions- und Prognoseparameter. Gleichzeitig sollte das Net Working Capital sinken.

Dafür kombinierte A&K eine Prozessanalyse mit einer datenbasierten Potenzialanalyse. Stamm- und Bewegungsdaten aus den ERP-Systemen wurden in einem Simulationssystem analysiert, um falsche Bevorratungsstrategien, ungeeignete Parameter und kurzfristig realisierbare Potenziale sichtbar zu machen.

Supply-Chain-Optimierung mit logistischer Simulation

Digitaler Zwilling & Simulation

ERP-Daten werden simulativ analysiert, um Bestands-, Verfügbarkeits- und Prozesspotenziale transparent zu machen und geeignete Maßnahmen datenbasiert abzuleiten.

Differenzierte Lieferstrategie

Fünf Lieferklassen differenzieren das Lieferversprechen nach Produkt und Nachfrage. Wichtige Produkte bleiben kurzfristig verfügbar, während andere bedarfsgerecht nachproduziert werden.

Systematische Disposition

ABC-, XYZ- und STU-Klassifizierungen sowie weitere Materialeigenschaften fließen in ein Dispositionsregelwerk ein, das Planungsstrategien und Parameter systematisch vorgibt.

„Die simulative Analyse unserer globalen Wertschöpfungskette durch A&K zeigte uns die entscheidenden Ansatzpunkte auf, um unsere Lieferbereitschaft zu verbessern und unsere Bestände deutlich zu senken.“

Fabian Ossen

Supply Chain Manager

Klare Lieferstrategie mit messbarem Bestandspotenzial

Aus der Analyse entstand ein abgestimmter Maßnahmenplan mit konkreten Handlungsschwerpunkten. Dazu gehörten ein systematisches Produktportfoliomanagement, eine strukturierte Lieferstrategie und die Optimierung der Disposition. Allein durch die neu entwickelte Lieferstrategie wurde ein Bestandsreduzierungspotenzial von mehr als 12 % des Gesamtbestandswerts identifiziert.

Bestandsreduzierungspotenzial
> 0 %

Allein die Einführung der differenzierten Lieferstrategie mit fünf Lieferklassen barg ein Potenzial zur Reduzierung von mehr als 12 % des Gesamtbestandswerts.

Auf Basis der Simulation entwickelte Sihl einen belastbaren Maßnahmenplan für die weitere Supply-Chain-Optimierung. Produktportfolio, Lieferstrategie und Disposition werden dabei systematisch miteinander verzahnt. Ein automatisierbares Dispositionsregelwerk berücksichtigt unterschiedliche Materialklassifizierungen und Eigenschaften und legt daraus unter anderem Planungsstrategie, Prognoseprofil, Lieferbereitschaft, Sicherheitsbestände und Losgrößenverfahren fest.

Über Sihl

Sihl ist ein international tätiger Anbieter bedruckbarer Medien für den Digitaldruck. Das Unternehmen entwickelt unter anderem spezielle Papiere, Folien und Vliese sowie hochwertige Beschichtungslösungen für unterschiedliche Anwendungen und Branchen. Zum Zeitpunkt der Case Study beschäftigte die Sihl Gruppe mehr als 350 Mitarbeitende und belieferte Kunden in zahlreichen Ländern weltweit.