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Kürzere Durchlaufzeiten in der Goldfedermanufaktur

Mont Blanc | Reorganisation von Fertigung und Materialfluss reduzieren Durchlaufzeiten

Optimierter Materialfluss und nivellierte Fertigungssteuerung bei MONTBLANC

Kürzere Durchlaufzeiten
Weniger Umlaufbestand
Heijunka-Steuerung

Die Ausgangslage

Die Herstellung der Goldfedern für MONTBLANC-Füllfederhalter ist ein komplexer, stark handarbeitsgeprägter Prozess mit bis zu 35 verschiedenen Arbeitsschritten. Eine hohe Variantenvielfalt und täglich wechselnde Engpässe stellten entsprechend hohe Anforderungen an die Fertigungssteuerung.

Nachdem die Fertigungssteuerung bereits durch elektronische Plantafeln transparenter gestaltet worden war, sollte nun die gesamte Fertigungsstruktur weiterentwickelt werden. Ziel war es, Durchlaufzeiten und Umlaufbestände deutlich zu reduzieren und gleichzeitig den Materialfluss innerhalb der Goldfedermanufaktur zu optimieren.

 

-Hamburg, Deutschland

-Luxusgüter / Schreibgeräte

-Komplexe Manufakturfertigung mit hoher Variantenvielfalt

Materialfluss und Fertigung neu organisieren

Gewachsene Abteilungsstrukturen und Neuinvestitionen hatten dazu geführt, dass der Materialfluss nicht mehr optimal zu den Anforderungen einer gleichmäßigen Produktion passte. Gleichzeitig mussten drei Fertigungsgruppen innerhalb der bestehenden, relativ beengten Räumlichkeiten neu organisiert werden.

Dafür wurden der Materialfluss und das Abteilungslayout neu gestaltet, die Fertigung in Fertigungssegmente gegliedert und die Fertigungssteuerung um eine Heijunka-Komponente erweitert. So sollten schwankende Auftragseingänge geglättet und die Kapazitätsauslastung stabilisiert werden.

Neue Fertigungsstruktur für die Goldfedermanufaktur

Optimierter Materialfluss im U-Layout

Die drei Fertigungsgruppen wurden in einem platzsparenden U-Layout mit zentraler Materialversorgung organisiert. Zentrale Warenein- und -ausgänge sowie Bereitstellflächen sorgen für kurze Wege und mehr Transparenz im Materialfluss.

Segmentierte Fertigung

Die bisher werkstattorientierte Fertigung wurde in Fertigungssegmente überführt. Zwischen den Segmentgrenzen entstand eine durchgängige Fließfertigung, wodurch Durchlaufzeiten und Umlaufbestände deutlich reduziert werden können.

Nivellierung mit Heijunka

Eine Heijunka-Steuerung glättet schwankende Auftragseingänge und sorgt für eine gleichmäßigere Kapazitätsauslastung. Eigene Heijunka-Boards je Fertigungsgruppe unterstützen die tägliche Einlastung der Fertigungsaufträge entsprechend der verfügbaren Kapazität.

„Kürzere Durchlaufzeiten entstehen nicht allein durch schnelleres Arbeiten, sondern durch einen intelligent organisierten Materialfluss und eine gleichmäßig ausgelastete Fertigung.“

MONTBLANC – Projekt zur Reorganisation der Goldfedermanufaktur

Weniger Umlaufbestand und deutlich kürzere Durchlaufzeiten

Die neue Fertigungsstruktur besteht aus vier internen und drei externen Segmenten. Jeder Fertigungsauftrag soll ein Segment innerhalb eines Arbeitstages durchlaufen. Während die durchschnittliche Durchlaufzeit zuvor bei 33 Arbeitstagen lag, wird mit der neuen Struktur eine Zielgröße von 10 Arbeitstagen angestrebt.

weniger BIP
50 %

Deutlich weniger Material im Fertigungsprozess

 

Durch die neue Fertigungssegmentierung werden gegenüber den früheren Umlaufbeständen zwischen 50 und 65 % weniger Materialien im Prozess benötigt. Gleichzeitig schafft die neue Struktur die Voraussetzungen, die Durchlaufzeiten erheblich zu reduzieren.

Mit der Reorganisation der Goldfedermanufaktur wurden Materialfluss, Layout und Fertigungssteuerung ganzheitlich aufeinander abgestimmt. Fertigungssegmente, ein optimiertes U-Layout und die Nivellierung mittels Heijunka schaffen einen gleichmäßigeren Produktionsfluss. Durchlaufzeiten und Umlaufbestände werden zudem täglich je Fertigungsgruppe, Segment und Arbeitsplatz dokumentiert und regelmäßig ausgewertet.

Über MONTBLANC

Die Montblanc International GmbH ist ein Hersteller hochwertiger Schreibgeräte, Armbanduhren, Schmuck und Lederwaren. Das Unternehmen hat seinen Stammsitz in Hamburg. Die Case Study nennt rund 3.300 Beschäftigte weltweit, davon etwa 1.000 in Hamburg.