{"id":3101,"date":"2002-12-15T14:10:56","date_gmt":"2002-12-15T12:40:56","guid":{"rendered":"https:\/\/ak-online.de\/?p=3101"},"modified":"2023-12-06T09:15:50","modified_gmt":"2023-12-06T08:15:50","slug":"zwischen-wunsch-und-realitaet-vermitteln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ak-online.de\/de\/zwischen-wunsch-und-realitaet-vermitteln\/","title":{"rendered":"Zwischen Wunsch und Realit\u00e4t vermitteln"},"content":{"rendered":"<p>Helmut Abels\u00b9, <a href=\"mailto:agilessen@ak-online.de\">Andreas Gillessen<\/a>\u00b2<\/p>\n<p><strong>Unternehmer und Vertriebsmitarbeiter sind hoffnungsvolle Charaktere. Sie glauben an die Zukunft und erwarten, dass sich ihre Ideen verwirklichen lassen. Weil jedoch Planung weniger mit Hoffnungen, sondern mehr mit Plausibilit\u00e4ten begr\u00fcndet wird, rechnet ein Controller lieber mit gesicherten Daten und mathematisch gest\u00fctzten Methoden, als Absatzprognosen zu \u00fcbernehmen, die alleine auf Vertriebseinsch\u00e4tzungen beruhen. Weder die vision\u00e4re noch die empirische Planungsmethode f\u00fchrt jedoch zu optimalen Ergebnissen in der Unternehmensplanung. Es ist deshalb erforderlich, die gew\u00fcnschten Ziele mit den Plan-Zahlen systematisch zu synchronisieren. Hierbei ist sowohl Fingerspitzengef\u00fchl wie Methodenkompetenz und das richtige Werkzeug gefragt.<\/strong><\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">1. Problemstellung<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Eine Zahlenanalyse erf\u00fcllt zwar den Anspruch der mathematischen Exaktheit, kann aber den unternehmerischen Aspekt des aktiven Gestaltens der Zukunft nicht ersetzen. Deshalb ist es notwendig, die Kompetenz, die Erfahrung und das Gesp\u00fcr der tagt\u00e4glich mit den Entwicklungen im Markt besch\u00e4ftigten Mitarbeiter in die Absatzplanung einzubinden. Markt- und Meinungsforscher sprechen hier von der Delphi-Methode. Die Funktion der Pythia der griechischen Mythologie \u00fcbernehmen dabei die Verk\u00e4ufer. Um im Markt bestehen zu k\u00f6nnen, brauchen sie jedoch einen gro\u00dfen Optimismus, der ihre Absatzvorstellungen h\u00e4ufig entsprechend pr\u00e4gt. Es ist daher eine bew\u00e4hrte Vorgehensweise, die Absatzplanung zus\u00e4tzlich auf eine mathematisch-statistische Analyse der Vergangenheitsdaten zu st\u00fctzen. In der Praxis hat es sich bew\u00e4hrt, die beiden Planergebnisse iterativ anzun\u00e4hern, wobei der Vertrieb die auf Vergangenheitszahlen basierende Prognose \u00fcberarbeitet, korrigiert und ggf. zus\u00e4tzliche Verkaufsaktionen einplant.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Vertrauen nicht durch falsche Prognosemethoden verspielen<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Um eine m\u00f6glichst hohe Akzeptanz f\u00fcr das Zahlenwerk der Controller beim Vertrieb zu erzielen, ist es erforderlich, die richtigen Methoden anzuwenden. Es gibt jedoch eine Vielzahl von mathematisch-statistischen Methoden, die unter definierten Voraussetzungen und Bedingungen geeignet sind. Welche Methode aus dem &#8220;Werkzeugkasten&#8221; der statistischen Mathematik in welchem Fall angewandt werden muss, ist jedoch oftmals eine klassische \u00dcberforderung des Planers, denn: Selbst wenn er die Methoden beherrscht, verhindert oft der Zeitdruck eine Analyse zur Auswahl der richtigen Methode. Wird jedoch die falsche Berechungsmethode gew\u00e4hlt, haben mathematisch-statistische Methoden den fatalen Nachteil, unbrauchbare Ergebnisse zu liefern. Dies f\u00fchrt nicht nur zu Problemen mit der Lieferbereitschaft und\/oder mit zu hohen Lagerbest\u00e4nden, sondern auch zu Akzeptanzproblemen bei den Vertriebsmitarbeitern.<\/p>\n<p>Notwendig ist deshalb ein unterst\u00fctzendes DV-basiertes Prognosesystem, von denen heute einige auf dem Markt verf\u00fcgbar sind. Bei der Auswahl eines solchen Systems ist auf Methoden-Simulationsfunktionen zu achten. Das System sollte Zahlenreihen der Vergangenheit untersuchen k\u00f6nnen, um festzustellen, welche im &#8220;Werkzeugkasten&#8221; hinterlegte Prognostikmethode den bisherigen realen Verl\u00e4ufen am besten gerecht wird. Durch die Prognose eines Zeitraums, f\u00fcr den die realen Daten bereits vorliegen, m\u00fcssen die Prognoseergebnisse mit den tats\u00e4chlichen Verl\u00e4ufen verglichen werden. Erst nach dieser Validierung der Prognosemethode kann man sich auf die Plansicherheit der ermittelten Zahlen verlassen.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Unternehmensplanung aus Absatzprognostik<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Wenn die richtige Prognosemethode gefunden wurde, sollte mit der eigentlichen Prognoserechnung begonnen werden. F\u00fcr jedes Produkt oder jede Produktgruppe werden die historischen Datenverl\u00e4ufe analysiert. Die Ergebnisse werden aufbereitet und tabellarisch sowie grafisch dargestellt. Bei der Aufbereitung der Zahlenwerke sollte man darauf achten, dass die errechneten Saisonfaktoren und Trends sichtbar bleiben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14484\" aria-describedby=\"caption-attachment-14484\" style=\"width: 589px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.ak-online.de\/\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443503.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14484 size-full\" src=\"https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443503.jpg\" alt=\"Abb. 1: Absatzplanung und Controlling. Bei der Betrachtung vergangener Perioden mit Hilfe einer artikelspezifischen Planungs- und Controlling-Software gibt die Soll-Ist-Differenz Aufschluss \u00fcber die Genauigkeit der Prognosemethode und\/oder den Erfolg der vom Vertrieb geplanten Aktionen. Im skizzierten Fall aus der Praxis zeigt sich, dass eine Prognosegenauigkeit von 92,95 % erreicht wurde. Das geplante Produkt hat einen saisonalen Schwerpunkt von Juli bis September. Die hohe Abweichung im Juli ergab sich aus einem Ablauforganisationsproblem: Die geplante Aktion erreichte erst mit Zeitverz\u00f6gerung den Kunden\" width=\"589\" height=\"354\" srcset=\"https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443503.jpg 589w, https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443503-300x180.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 589px) 100vw, 589px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14484\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Absatzplanung und Controlling. Bei der Betrachtung vergangener Perioden mit Hilfe einer artikelspezifischen Planungs- und Controlling-Software gibt die Soll-Ist-Differenz Aufschluss \u00fcber die Genauigkeit der Prognosemethode und\/oder den Erfolg der vom Vertrieb geplanten Aktionen. Im skizzierten Fall aus der Praxis zeigt sich, dass eine Prognosegenauigkeit von 92,95 % erreicht wurde. Das geplante Produkt hat einen saisonalen Schwerpunkt von Juli bis September. Die hohe Abweichung im Juli ergab sich aus einem Ablauforganisationsproblem: Die geplante Aktion erreichte erst mit Zeitverz\u00f6gerung den Kunden<\/figcaption><\/figure>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Wenn der Funke \u00fcberspringt<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Die aus Vergangenheitsdaten berechnete Absatzprognose sollte im Vertrieb als Z\u00fcndfl\u00e4che dienen, um Diskussionen \u00fcber die M\u00f6glichkeit von Absatzsteigerungen oder -reduzierungen in einzelnen Waren, Warengruppen- oder Kunden-, Kundengruppen zu erzeugen. Aus diesem Grunde sollten die Zahlen so aufbereitet werden, dass sie f\u00fcr den Vertrieb verst\u00e4ndlich sind und dass sie die wichtigsten Absatzspr\u00fcnge in den Vordergrund stellen. W\u00e4hrend der Diskussion der Zahlen sollte man die Kompetenz und Akzeptanz des Verkaufsleiters nutzen, der bei fehllaufenden Diskussionen gegebenenfalls korrigierend eingreifen kann. Mit dieser Vorgehensweise entsch\u00e4rft man gleichzeitig das ewige Streitthema der Umsatzvorgabe f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr: Ein Argument, dem sich kein Verkaufsleiter verschlie\u00dft. Die Bearbeitungsdauer der Absatzprognose im Vertrieb sollte ca. 2 Wochen im Oktober in Anspruch nehmen. Das aufbereitete Zahlenmaterial liegt dann im November, dem typischen Planungsmonat in Deutschland, vor und kann zur Unternehmensplanung und f\u00fcr Entscheidungen genutzt werden.<\/p>\n<p>Aus der iterativ ermittelten Umsatzplanung ergibt sich der Marketingplan, dadurch die Produktionsgrobplanung, daraus die Investitionsplanung mit Finanzrechnung und Personalplanung. Die Effektivit\u00e4t und damit die Kosteng\u00fcnstigkeit der Produktion ist durch die Vorgabe von stabilen Vermarktungsdaten wesentlich zu steigern. Dies erkl\u00e4rt sich f\u00fcr jeden Produktionsleiter aus dessen bisherigen Problemen von selbst. Durch vern\u00fcnftige Investition in die richtigen Produkte und Produktlinien werden sowohl im Marketing wie in der Fertigung Mittelverluste minimiert.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Marktfr\u00fchwarnsystem<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Nutzen f\u00fcr ein Unternehmen aus dem hier dargestellten System liegt vielleicht noch nicht einmal in den M\u00f6glichkeiten der Kostenreduzierung aus der verbesserten Unternehmensplanung, sondern im Aufbau eines Marktfr\u00fchwarnsystems. Unter- und \u00dcbererf\u00fcllungen der letzten prognostizierten Abs\u00e4tze werden monatlich ausgewertet. Im Aufbau der Ablauforganisation werden verpflichtende Erkl\u00e4rungen des Vertriebsmanagement gefordert, diesen Abweichungen nachzugehen bzw. zu recherchieren. Im Sinne einer rollierenden Absatzplanung sollte die Absatzprognose monatlich oder quartalsweise auf Basis der neuen Ist-Zahlen \u00fcberpr\u00fcft und ggf. angepasst werden. Auf Marktver\u00e4nderungen soll umgehend aber ohne Hektik reagiert werden k\u00f6nnen. Dies gilt f\u00fcr alle betroffenen Unternehmensbereiche.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Lieferbereitschaft<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Um die Ziele der Unternehmensplanung zu realisieren, m\u00fcssen die Kunden bedient werden k\u00f6nnen. Es ist deshalb abschlie\u00dfend unbedingt sicherzustellen, dass die dazu erforderliche Lieferbereitschaft auch erreicht werden kann. Neben den Prognosewerten sind daher zus\u00e4tzlich die zur Erreichung der Lieferbereitschaft vorzuhaltenden Sicherheitsbest\u00e4nde in Zusammenarbeit mit der Disposition bzw. dem Einkauf zu ermitteln. Diese dienen der Abfederung von Abweichungen, die \u00fcber den geplanten Verbrauch eines Produktes hinausgehen. Die Kalkulation dieser Sicherheitsbest\u00e4nde bestimmt dar\u00fcber hinaus die H\u00f6he der tats\u00e4chlichen Lagerbest\u00e4nde eines Unternehmens. Ihr Einfluss auf Umsatz und Ertrag kann mitunter sehr hoch sein. Es ist deshalb wichtig, sie mit Hilfe verteilungsfreier Verfahren zu ermitteln, die gegen\u00fcber den \u00fcblicherweise angewendeten verteilungsgebundenen Verfahren erhebliche Vorteile bei der Erreichung minimaler Lagerbest\u00e4nde zum geforderten Lieferbereitschaftsgrad bieten. Verteilungsfreie Verfahren k\u00f6nnen insb. f\u00fcr Artikel angewandt werden, bei denen kein theoretischer Verteilungstyp im Lagerabgang ermittelt werden kann. Dies trifft nach einer Studie der RWTH Aachen auf durchschnittlich 25 % aller Artikel zu.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14486\" aria-describedby=\"caption-attachment-14486\" style=\"width: 571px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.ak-online.de\/\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443334.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-14486 size-full\" src=\"https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443334.jpg\" alt=\"Abb. 2: Studienergebnisse. Die Anwendung von verteilungsfreien Dispositionsverfahren empfiehlt sich f\u00fcr durchschnittlich 25 % aller Artikel\" width=\"571\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443334.jpg 571w, https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443334-300x193.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 571px) 100vw, 571px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14486\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Studienergebnisse. Die Anwendung von verteilungsfreien Dispositionsverfahren empfiehlt sich f\u00fcr durchschnittlich 25 % aller Artikel<\/figcaption><\/figure>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">2. Studie<\/span><\/h3>\n<p>Unternehmen, die also keine verteilungsfreien Verfahren anwenden, haben noch gro\u00dfes Optimierungspotential. Dies ermittelte Abels &amp; Kemmner in einer EDV-gest\u00fctzten Studie bei 34 deutschen Serienfertigern und Gro\u00dfh\u00e4ndlern.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Vorgehensweise<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst wurden die Artikel nach Wichtigkeit und Vorhersehbarkeit geordnet. Als Kriterien dienten z.B. der Umsatzanteil, die Bestandsh\u00f6he, der Servicegrad, aber auch Untersuchungen auf Trend, Saisonalit\u00e4t u.\u00e4. Diese Informationen flossen in eine ABC-XYZ-Analyse ein und erlaubten ein entsprechendes Strukturieren bzw. Gruppieren der Artikel. F\u00fcr jede Artikelgruppe erfolgte die Bestimmung der geeigneten Dispositionsstrategien und der jeweiligen Dispositionsparameter. Anschlie\u00dfend wurden die zu erwartenden Best\u00e4nde simulativ ermittelt.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Untersuchungsergebnis<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Bei 82% der untersuchten Unternehmen ermittelte Abels &amp; Kemmner mindestens 15% Einsparpotential, 32% k\u00f6nnten sogar mehr als 25% einsparen. Der gr\u00f6\u00dfte Cluster mit 43% der Unternehmen kann zwischen 20 und 25% einsparen.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Ursachen des Optimierungspotentials<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Unternehmen verlassen sich zu stark auf die bestehenden Parametereinstellungen der eingesetzten Systeme, haben nicht das erforderliche Know-how oder schlicht weg nicht die Zeit strategische Optimierungsma\u00dfnahmen einzuleiten. Gro\u00dfes Verbesserungspotential bleibt hierdurch oft einfach ungenutzt. Das Y2K-Problem hat sicherlich sein \u00fcbriges dazu beigetragen, denn vielfach wurden neue Systeme eingef\u00fchrt, die bis heute nicht optimiert laufen. Wie sich zeigt, wird hier jedoch an falscher Stelle gespart.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Die h\u00e4ufigsten M\u00e4ngel<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Bei der Untersuchung zeigten sich die h\u00e4ufigsten M\u00e4ngel in folgenden Bereichen:<\/p>\n<ul>\n<li>Von Softwareh\u00e4usern voreingestellte Parameter wurden ohne unternehmensspezifische \u00dcberpr\u00fcfung \u00fcbernommen<\/li>\n<li>Wurden Parametereinstellungen bewusst vorgenommen, basierten sie auf Daten, die vor mehr als einem Jahr erhoben wurden<\/li>\n<li>Die angewandten Berechnungsmethoden waren oft nicht f\u00fcr das Lagerabgangsverhalten der betroffenen Artikel geeignet<\/li>\n<li>teilweise existieren nur einfachste Bestandsplanungsverfahren in den ERP-Systemen Wichtige Unsicherheitsfaktoren bei der Materialbestandsplanung (Mehrverbrauch, Lieferverz\u00f6gerung oder Unterlieferung) wurden nicht ber\u00fccksichtigt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch die Entwicklung einer unternehmensspezifischen Dispositionsstrategie sowie die richtige Einstellung der Parameter in ERP- bzw. PPS-Systemen k\u00f6nnen Lieferbereitschaft und damit letztlich der Umsatz erh\u00f6ht, die Kosten reduziert und die eigene Wettbewerbsf\u00e4higkeit gest\u00e4rkt werden. Gleichzeitig kann durch marktorientierte Korrekturen das Artikelsortiment auf das tats\u00e4chlich n\u00f6tige Ma\u00df gestrafft werden.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">3. Probleml\u00f6sung im Anwendungsfall Rudolph<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Um das erkannte Optimierungspotential effizient ausnutzen zu k\u00f6nnen, setzt der Fachgro\u00dfh\u00e4ndler f\u00fcr K\u00fcchenzubeh\u00f6r Alfred Rudolph GmbH &amp; Co. KG aus Halver auf das AddOn-Tool f\u00fcr ERP- und PPS-Systeme DISKOVER (DISposition mit Hilfe von KOnfidenzbereichen unter Ber\u00fccksichtigung der tats\u00e4chlichen LagerabgangsVERteilung). Mithilfe von Diskover verdoppelte Rudolph innerhalb von knapp zwei Jahren den Umschlag seines Lagers. Gleichzeitig stieg der durchschnittliche Lieferbereitschaftsgrad auf 98,3%! Diskover optimierte in der ersten Phase des Projekts die strategischen Dispositionsparameter im Offline-Modus. Seit Beginn des Jahres wird Diskover als Frontend f\u00fcr die t\u00e4gliche Disposition genutzt. Hierzu wurde Diskover an das vorhandene ERP-System FAMAC \u00fcber eine SQL-Schnittstelle angekoppelt.<span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Die Problemlage<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Das Artikelsortiment bei Rudolph betr\u00e4gt ca. 15.000 Positionen, davon ca. 7.000 lebende Positionen, d.h. Artikel, die sich in den letzten zw\u00f6lf Monaten bewegt haben. Ca. 5.000 Positionen werden st\u00e4ndig im Lagersortiment gef\u00fchrt. T\u00e4glich werden ca. 2.000 Auftr\u00e4ge mit 4.500 Positionen abgewickelt. Im Juni 1998 wurde ein neues Warenwirtschaftssystem (FAMAC\/AC-Service) eingef\u00fchrt. Trotz dieses neuen Systems lag der Lagerbestand Ende 1998 bei knapp 7 Mio. DM, und die Lieferbereitschaft sank zeitweise unter 80% ab.<\/p>\n<p>Die Ursachen dieses Dilemmas konnten mittels systematischer Analysen schnell gekl\u00e4rt werden: Einerseits entsprach das Lagersortiment nur zum Teil den Marktbed\u00fcrfnissen, andererseits waren die eingestellten Dispositionsverfahren und Parameter nur pauschal und &#8220;aus dem Bauch&#8221; bestimmt worden. Hilfen bei der Optimierung der Verfahren und Parameter sowie M\u00f6glichkeiten zur Ermittlung von Trend- und Saisonfaktoren fehlten g\u00e4nzlich. Hier machten sich die St\u00e4rken von DISKOVER 4.0 schnell bemerkbar. Im Jahr 1999 wurde wegen einem geplanten Versionswechsel bei dem Warenwirtschaftssystem (WWS) die Parametrierung der notwendigen Dispositionsparameter zun\u00e4chst extern von den Beratern von Abels &amp; Kemmner errechnet und dann an das WWS-System \u00fcberspielt. Vorteil dieser Vorgehensweise war, dass in dieser Zeit auch noch das Know-how der Berater in die Optimierung des Lagersortiments einflie\u00dfen konnte und die Mitarbeiter eine umfangreiche Schulung in den betriebswirtschaftlichen Hintergr\u00fcnden moderner Dispositionsverfahren und Analysemethoden erhielten. Seit Januar 2000 ist DISKOVER 4.0 operativ im Einsatz und \u00fcbernimmt als FAMAC-Frontend die komplette Disposition.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Die t\u00e4gliche Disposition mit DISKOVER<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>\u00dcber umfangreiche Selektionsm\u00f6glichkeiten kann jeder der vier Disponenten t\u00e4glich sein Arbeitspensum ermitteln: Hierzu w\u00e4hlt er z.B. \u00fcber das Disponentenkennzeichen &#8220;seine&#8221; Artikel und \u00fcber ein Lieferantenkennzeichen bestimmte Lieferanten aus, die er heute bearbeiten will. \u00dcber eine Ereignisliste kann er sich wahlweise alle Artikel anzeigen lassen, bei denen DISKOVER einen Bestellvorschlag ermittelt hat, oder er selektiert zun\u00e4chst besonders kritische F\u00e4lle, z.B. Artikel, bei denen in der Wiederbeschaffungszeit der Sicherheitsbestand unterschritten wird oder voraussichtlich Fehlmengen auftreten werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr jeden selektierten Artikel kann er sich dann die aktuelle Bedarfsprognose sowie die Auftragssituation anschauen. Mittels einer Saison-\/Trendanalyse kann er sich ggf. Saison- und Trendfaktoren berechnen lassen und f\u00fcr Sonderaktionen (Gro\u00dfauftr\u00e4ge, Verkaufsaktionen) manuell zus\u00e4tzliche Bedarfe einpflegen. Auf der Basis einer dynamischen, reichweitenorientierten Bestellmengenrechnung ermittelt DISKOVER daraufhin tagesgenau die notwendigen Bestellvorschl\u00e4ge. Der zust\u00e4ndige Disponent hat die M\u00f6glichkeit, diese Bestellvorschl\u00e4ge nochmals manuell nachzubearbeiten und l\u00f6st dann von DISKOVER aus die Bestellabwicklung in FAMAC aus. Die in DISKOVER ermittelten Bestellungen werden daraufhin in FAMAC gespeichert und f\u00fcr die weitere Abwicklung verwaltet.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Lagerumschlag fast verdoppelt<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Mittlerweile hat sich der Erfolg des Einsatzes von DISKOVER voll best\u00e4tigt (vgl. Abb. 3). Bereits in 1999 sanken die Lagerbest\u00e4nde um ca. 1,5 Mio. DM und dies trotz einer gleichzeitigen Umsatzsteigerung um mehr als 10%. Seit die Disponenten selbst die M\u00f6glichkeiten von DISKOVER im Tagesgesch\u00e4ft voll nutzen k\u00f6nnen, hat sich die Bestandssituation und auch der Umsatz nochmals deutlich verbessert. Die Bestandsreichweite als Verh\u00e4ltnis von Bestand durch Verbrauch hat sich somit von 1,93 auf 1,07 Monate fast halbiert. Dies entspricht quasi einer Verdopplung des Lagerumschlages.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14488\" aria-describedby=\"caption-attachment-14488\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.ak-online.de\/\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443082.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14488\" src=\"https:\/\/www.ak-online.de\/\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443082-300x225.jpg\" alt=\"Abb. 4 Ergebnisgrafik. Die Bestandsreichweite als Verh\u00e4ltnis von Bestand durch Verbrauch hat sich somit von 1,93 auf 1,07 Monate fast halbiert. Dies entspricht quasi einer Verdopplung des Lagerumschlages\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443082-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443082.jpg 575w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14488\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3 Ergebnisgrafik. Die Bestandsreichweite als Verh\u00e4ltnis von Bestand durch Verbrauch hat sich somit von 1,93 auf 1,07 Monate fast halbiert. Dies entspricht quasi einer Verdopplung des Lagerumschlages<\/figcaption><\/figure>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">4. Das Arbeiten mit DISKOVER<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Als integriertes operatives System im Rahmen eines bestehenden Materialwirtschafts- bzw. PPS-Systems erh\u00e4lt DISKOVER die Daten durch direkten Zugriff auf die Datenbank (bei SQL-DB) des entsprechenden Host-Rechners (vgl. Abb. 4).<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Erforderlicher Dateninput<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>F\u00fcr die Arbeit mit DISKOVER werden Daten ben\u00f6tigt, die Auskunft \u00fcber die Lagerbewegungen geben. Der genaue Umfang der erforderlichen Daten wird im Rahmen des Einf\u00fchrungsprojektes mit dem Kunden abgestimmt. Wesentliche, relevante Informationen f\u00fcr die Bearbeitung sind dabei:<\/p>\n<p><strong>Lagerabg\u00e4nge<\/strong>: F\u00fcr alle Artikel muss jeweils die H\u00f6he des Abgangs sowie der dazugeh\u00f6rige Zeitpunkt verf\u00fcgbar sein (entweder auf Einzelbelegebene oder als kumulierte Monatswerte).<\/p>\n<p><strong>Stammdaten<\/strong>: F\u00fcr alle Artikel m\u00fcssen die artikelspezifisch konstanten Informationen enthalten sein, wie z. B. Artikelbezeichnung, Wiederbeschaffungszeiten, Mindestbestellmengen, Einkaufspreise, u. a.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14490\" aria-describedby=\"caption-attachment-14490\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.ak-online.de\/\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443568.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-14490 size-medium\" src=\"https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443568-300x201.jpg\" alt=\"Abb. 4: Der Einsatz von Diskover. Ist kein direkter Zugriff auf die Host-Datenbank m\u00f6glich, k\u00f6nnen die Daten auch \u00fcber eine entsprechende Schnittstelle \u00fcbergeben und in einer eigenen Datenbank gehalten werden\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443568-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443568.jpg 569w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14490\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 4: Der Einsatz von Diskover. Ist kein direkter Zugriff auf die Host-Datenbank m\u00f6glich, k\u00f6nnen die Daten auch \u00fcber eine entsprechende Schnittstelle \u00fcbergeben und in einer eigenen Datenbank gehalten werden<\/figcaption><\/figure>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Artikelselektion<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Da in der Praxis die Artikel bestimmter Lieferanten dem Disponenten zugeordnet werden oder morgens zun\u00e4chst die Artikel mit aktuellem Handlungsbedarf wegen Unterschreitung des Sicherheitsbestandes oder Auftreten einer Fehlmenge bearbeitet werden m\u00fcssen, unterst\u00fctzt DISKOVER 4 den t\u00e4glichen Arbeitsablauf mit einem hohen Freiheitsgrad bei der Artikelselektion.<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"1\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\"><strong>Freie Auswahl: Artikelselektionskriterien in Diskover<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Disponentenkennzeichen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Lieferantenkennzeichen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Matchcode<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Freie Selektion<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Ereignisse<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">ABC-Kennzeichen (Umsatzbedeutung)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">XYZ-Kennzeichen (Bedarfsverhalten)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">Dispotag<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Der Disponent kann sich beispielsweise alle Artikel zusammenstellen lassen, die dem Disponentenkennzeichen &#8220;M\u00fcller&#8221; zugeordnet sind, vom Lieferanten &#8220;Schmitz&#8221; bezogen werden und gleichzeitig AX- oder BX-Artikel sind. Das Kriterium Ereignisse erm\u00f6glicht dar\u00fcber hinaus noch die Selektion besonders kritischer Artikel. Dies sind z. B. Artikel, bei denen eine Fehlmenge vorhanden ist oder der Sicherheitsbestand unterschritten wird.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Prognose- und Planungsmodul<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Das Prognose- und Planungsmodul bietet abh\u00e4ngig vom zuvor ermittelten Bedarfsverhalten (ABC-\/XYZ-Kennzeichen) die zum geplanten Lieferbereitschaftsgrad passenden Verfahren zur Bestimmung des Grundbedarfes und des Sicherheitsbestandes an. Hierzu geh\u00f6ren einerseits klassische Verfahren wie z. B. der arithmetische Mittelwert, die exponentielle Gl\u00e4ttung 1. und 2. Ordnung und auch Algorithmen zur Bestimmung von Trend- und Saisonfaktoren im Rahmen der Grundbedarfsermittlung sowie andererseits auch die oben bereits angesprochenen verteilungsfreien Verfahren zur Bestimmung von Grundbedarf und Sicherheitsbestand.<\/p>\n<p>Die historische Bewegungszeitreihe sowie die Planbedarfe eines Artikels werden sowohl tabellarisch als auch grafisch dargestellt. Zur Beurteilung der Planungsqualit\u00e4t werden auch die f\u00fcr die Zukunft bereits bestehenden Auftr\u00e4ge aus dem Host-System \u00fcbernommen und als kumulierte Bedarfsmenge angezeigt. Zus\u00e4tzlich ist es m\u00f6glich, die prognostizierten Planbedarfe durch manuelle Eingabe von Aktionen (Gro\u00dfprojekte, Verkaufsaktionen) zu erg\u00e4nzen.<span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Disposition<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>In der Disposition werden unter Ber\u00fccksichtigung der eingestellten Dispositionsverfahren und der in der Prognose ermittelten zuk\u00fcnftigen Bedarfe f\u00fcr jeden einzelnen Artikel Bestellvorschl\u00e4ge generiert. Die Funktionalit\u00e4t zur Bestimmung des richtigen Bestellzeitpunktes sowie die Ermittlung der richtigen Bestellmenge erfolgt dabei durch eine dynamische, reichweitenorientierte Bestellrechnung. Mindestbestellmengen und Bestellmengeninkremente (z. B. Verpackungseinheit) werden dabei automatisch ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Der Zeitpunkt zur Ausl\u00f6sung eines neuen Bestellvorschlags sowie die Bestellmenge f\u00fcr die dann folgende Betrachtungsperiode werden t\u00e4glich bzw. bei jedem Rechenlauf dynamisch neu berechnet. Durch diese Funktionalit\u00e4t kann der Disponent den Schwankungen im Bedarfsverhalten eines Artikels erheblich genauer folgen und die Bestellmenge entsprechend anpassen.<\/p>\n<p>Die Bestellvorschl\u00e4ge werden abschlie\u00dfend an das Hostsystem \u00fcbergeben und nach Pr\u00fcfung und Freigabe durch den Disponenten in Bestellauftr\u00e4ge umgewandelt. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen durch Variation der vorzugebenden Parameter verschiedene Bestands- und Reichweitenentwicklungen simuliert werden.<\/p>\n<p>Die Bedarfe sowie die Entwicklung des Lagerbestandes werden tagesgenau in einer Grafik dargestellt (vgl. Abb. 5). In einer Tabelle werden die offenen Bestellungen sowie die neu ermittelten Bestellvorschl\u00e4ge eingetragen. Bestellvorschl\u00e4ge k\u00f6nnen, solange sie noch nicht in Bestellungen umgewandelt wurden, jederzeit auch vom Disponenten bearbeitet, gel\u00f6scht oder um manuell eingetragene Vorschl\u00e4ge erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_14492\" aria-describedby=\"caption-attachment-14492\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.ak-online.de\/\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443650.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14492\" src=\"https:\/\/www.ak-online.de\/\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443650-300x210.jpg\" alt=\"Abb. 6: Disposition. Die Bedarfe sowie die Entwicklung des Lagerbestandes werden tagesgenau in einer Grafik dargestellt\" width=\"300\" height=\"210\" srcset=\"https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443650-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443650.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14492\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 5: Disposition. Die Bedarfe sowie die Entwicklung des Lagerbestandes werden tagesgenau in einer Grafik dargestellt<\/figcaption><\/figure>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Portfolioanalyse\/Controlling<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>Die Portfolioanalyse ist eine Controllingfunktion, die es dem Disponenten erm\u00f6glicht, sein Artikelspektrum regelm\u00e4\u00dfig z. B. hinsichtlich Bestandsh\u00f6he und Bestandsverteilung zu untersuchen. Dabei sind auch Untersuchungen von Teilspektren durch Kombination der Portfolioanalyse mit der eingangs erl\u00e4uterten Artikelselektion m\u00f6glich.<\/p>\n<p>In der Portfolioanalyse werden die selektierten Artikel in einer dreidimensionalen Matrixstruktur dargestellt. Zwei Dimensionen werden in der Bildschirmebene dargestellt, die dritte Dimension wird durch farbliche Abstufungen der Felder realisiert. Die drei Achsen dieser Darstellung k\u00f6nnen wahlweise mit den Parametern Bestandswert, Reichweite, Wiederbeschaffungszeit, ABC- und XYZ-Kennzeichen besetzt werden. Die nachfolgende Grafik (vgl. Abb. 6) zeigt beispielhaft eine ABC\/XYZ-Analyse mit Ausgabe der Bestandswerte auf der Z-Achse(Farbkennung).<\/p>\n<p>Klickt man z.B. das Matrixfeld der N-N-Artikel in der Grafik k\u00f6nnen die Artikel angezeigt und zur weiteren Ursachenforschung unterselektiert werden, die sich mindestens 1 Jahr nicht bewegt haben, aber trotzdem noch Lagerbestand f\u00fchren (Ladenh\u00fcter).<\/p>\n<figure id=\"attachment_14494\" aria-describedby=\"caption-attachment-14494\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.ak-online.de\/\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443715.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-14494\" src=\"https:\/\/www.ak-online.de\/\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443715-300x229.jpg\" alt=\"Abb. 7: Portfolioanalyse. Die dreidimensionale grafische Matrixstruktur unterst\u00fctzt das schnelle Auffinden von Schwachstellen im Portfolio\" width=\"300\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443715-300x229.jpg 300w, https:\/\/www.ak-online.de\/wp-content\/uploads\/2002\/12\/1191691443715.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-14494\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 6: Portfolioanalyse. Die dreidimensionale grafische Matrixstruktur unterst\u00fctzt das schnelle Auffinden von Schwachstellen im Portfolio<\/figcaption><\/figure>\n<h3><span style=\"color: #5962a4;\">Stammdatenpflege<\/span><span style=\"color: #5962a4;\">\u00a0<\/span><\/h3>\n<p>DISKOVER bietet neben dem beschriebenen Leistungsumfang umfangreiche Anzeige- und Editierungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Artikelstammdaten und artikelspezifischen Parameter. Welche Informationen in welcher Reihenfolge in einer Artikeltabelle angezeigt werden, ist individuell einstellbar. Weitere Masken bieten die M\u00f6glichkeit, Stammdatenfelder und Parameter f\u00fcr einen einzelnen Artikel oder auch f\u00fcr alle Artikel der aktiven Artikelselektion zu editieren.<\/p>\n<hr \/>\n<h6>\u00a0\u00b9Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.-Ing. Helmut Abels ist gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Unternehmensberatung Abels &amp; Kemmner GmbH, Herzogenrath \/ Aachen. Dr. Abels ist ausgewiesener Fachmann f\u00fcr Supply Chain Optimierung, speziell Dispositionsoptimierung und Absatzprognostik.<\/h6>\n<h6>\u00b2Dipl.-Betrw. \/ B.A (Hons.) Andreas Gillessen ist auf die Begleitung von Unternehmen bei der Einf\u00fchrung von Prognose- und Controllingsystemen f\u00fcr die Absatzplanung und Bestandsoptimierung sowie Gesch\u00e4ftsprozessoptimierung spezialisiert und Partner von Abels &amp; Kemmner.<\/h6>\n<hr \/>\n<p><strong>Stichw\u00f6rter<\/strong><br \/>\nAbsatzprognostik, Planungsmethoden, Konvergenz von Dispositionsverfahren und Realit\u00e4t, DV-Tools<\/p>\n<p><strong>Summary<\/strong><br \/>\nPrecise sales forecasts are of great importance for corporate planning. But neither visions nor empirical planning methods alone will lead to optimized results. It is therefore necessary to synchronize the desired sales targets with the planning figures systematically. For this you will need sure instinct, expertise in applied methods as well as appropriate supportive tools.<\/p>\n<p><strong>Keywords<\/strong><br \/>\nsales forecasts, demand planning methods, correspondence of material planning techniques with actual customer demand, data processing tools<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Helmut Abels\u00b9, Andreas Gillessen\u00b2 Unternehmer und Vertriebsmitarbeiter sind hoffnungsvolle Charaktere. Sie glauben an die Zukunft und erwarten, dass sich ihre Ideen verwirklichen lassen. 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