Bestände kurzfristig, nachhaltig und prozessübergreifend senken 

Andreas Kemmner

Einladung zur AWF-Arbeitsgemeinschaft Bestandssenkung

Die neue Arbeitsgemeinschaft Bestandssenkung des AWF e.V. trifft sich am 16. Juni 2009 in Kelsterbach bei Frankfurt am Main zu ihrer ersten Sitzung. Die Arbeitsgemeinschaft wird Methoden und Handlungsweisen für eine wirksame Bestandsreduzierung und -vermeidung diskutieren und an Problemstellungen aus der Praxis umsetzen.

Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, praktische Erfahrungen und Wissen zu nachhaltig wirkenden Methoden und Instrumenten des Bestandsmanagements in der gesamten Wertschöpfungskette, also auch über die überbetrieblichen Aspekte des Bestandsmanagements, auszutauschen. Sie will Denkanstöße und Umsetzungshilfen zur Gestaltung eines prozessübergreifenden Bestandsmanagements geben, Kooperationen anregen sowie aktuelle Trends und Entwicklungen vorstellen und diskutieren. Daneben werden durch die Teilnehmer definierte aktuelle Problemfelder des Bestandsmanagements gemeinsam besprochen und gelöst. Die Teilnahme an dieser Arbeitsgemeinschaft, die fachlich von Dr. Götz-Andreas Kemmner geleitet wird, ist äußerst kostengünstig und passt damit auch in die Zeit knapper Budgets.


Mittelwert ÜberbeständeBestände stellen ein organisatorisches Schmiermittel dar, um Reibungen durch ineffiziente Abläufe und falsch gestaltete Abstimmungen zwischen Abteilungen und Unternehmensbereichen zu schmieren. Des Weiteren sind Bestände die Konsequenz falscher Planungs- und Dispositionsabläufe und letztlich führen auch falsche Produktionsstrukturen zu unnötigen Beständen. In der Arbeitgemeinschaft wollen wir uns mit allen wichtigen Erfolgsfaktoren einer wirkungsvollen und nachhaltigen Bestandssenkung beschäftigen:

  • Richtig planen und prognostizieren – die Optimierung der Schnittstelle zum Kunden!
  • Richtig disponieren und bestellen!
  • Marktsynchron Produzieren – Nur das produzieren, was tatsächlich verkauft wird!
  • Richtig steuern und Verschwendung vermeiden – Umlaufbestände in der Produktion senken!
  • Richtig integrieren – Auch Lieferanten mögen keine Bestände!
  • Gezieltes Logistikcontrolling – Vertrauen alleine nützt nichts!
  • Durchgängige Planungs- und Abwicklungsketten aufbauen
  • Beiträge aller Unternehmensbereiche zur Bestandssenkung einfordern.

Und natürlich geht es nicht nur um Bestandssenkung mit Scheuklappen. Vielmehr gilt dabei, die Lieferbereitschaft zu sichern oder sogar auszubauen.

Mit der neuen Arbeitsgemeinschaft wenden wir uns an Führungs- und Fachkräfte aus den Bereichen Prozessmanagement, Produktionsplanung und -steuerung, Produktivitätsmanagement, Absatzplanung, Logistik, Disposition, Controlling, Beschaffung aus Produktionsunternehmen, die sich im Kreise erfahrener Kollegen aus der Praxis, Forschung und Beratung über Möglichkeiten einer kurzfristigen, nachhaltigen und prozessübergreifenden Bestandsreduzierung austauschen und an gemeinsam definierten Problem-/Aufgabenstellungen arbeiten möchten.

Ziel von AWF-Arbeitsgemeinschaften ist es, den Erfahrungsaustausch zu aktuellen Themen zu pflegen, Vorschläge und Lösungen zu markanten Problemen zu entwickeln und allgemeine Ergebnisse einem breiten Interessentenkreis zugänglich zu machen.

Die im Rahmen der Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft zu behandelnden Themen legen die Teilnehmer konsensorientiert in der konstituierenden Sitzung für die nachfolgenden Sitzungen fest. Diese Inhalte gehen entsprechend ihrer Priorität in den jeweiligen Tagesablauf der Sitzungen ein. Der Arbeitsfortschritt wird in Sitzungsprotokollen dokumentiert.

Die Laufzeit von AWF-Arbeitsgemeinschaften wird durch die AG-Mitglieder auf eine bestimmte Zeit (in der Regel ca. 3 Jahre) festgelegt. Die Sitzungen werden im Wechsel in den Unternehmen der Mitglieder durchgeführt. Pro Jahr finden ca. 4 Sitzungen statt.
Die Sitzungen sind in der Regel 1 1/2 tägig, wobei der erste Halbtag dem Gastgeber (mit Betriebsbesichtigung und Bewertung des Gesehenen und Gehörten durch die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft) und dem Erfahrungsaustausch zur Verfügung steht. Am zweiten Tag werden die Arbeitsschwerpunkte, die die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft festgelegt haben, abgearbeitet.

Den genauen Inhalt, den Ablauf und den Turnus ihrer Sitzungen beschließen die Mitglieder in der konstituierenden Sitzung.


Andreas Kemmner

Autor | Author

Prof. Dr. Kemmner hat in über 25 Jahren Beratertätigkeit in Supply Chain Management und Sanierung weit über 150 nationale und internationale Projekte durchgeführt.

2012 wurde er von der WHZ zum Honorarprofessor für Logistik und Supply Chain Management bestellt.

Die Ergebnisse seiner Projekte wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.

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