Mit dem E:S:A -Verfahren Überbestände ermitteln 

Andreas Kemmner

Einfach, schnell und zuverlässig

Von Dr. Götz-Andreas Kemmner

Sind meine Bestände zu hoch? Um wie viel könnten wir die Bestände senken ohne die Lieferbereitschaft zu gefährden? Rentiert es sich, externe Spezialisten hinzuzuziehen? Diese und ähnliche Fragen tauchen regelmäßig auf. Wie kann man sie zügig beantworten? A&K setzt seit vielen Jahren erfolgreich ein selbstentwickeltes Verfahren ein, das es ermöglicht, auf Grundlage weniger artikelspezifischer Daten das Bestandssenkungspotenzial einfach, schnell und zuverlässig abzuschätzen.

Wie kann ich mein Bestandsreduzierungspotenzial erkennen? Vor dieser Frage stand auch John Mullen, Managing Director der Microengineering Ltd.1 in Birmingham. Mittels E:S:A – Excess Stock Assess, der von A&K entwickelten Schnellanalyse zur Ermittlung von Überbeständen und Bestandssenkungspotenzial, fand er im Nu eine präzise Antwort.

Wären Überbestände so einfach zu erkennen, gäbe es keine!

Um Überbestände zu erkennen, muss klassischerweise das Bestandssenkungspotenzial artikelspezifisch ermittelt werden. Für diese Analysen wird jedoch umfangreiches Datenmaterial benötigt. Neben Stammdaten aller Artikel sind vor allem Verbrauchsdaten und Bedarfsentwicklungen aus der Vergangenheit essenziell. Um Saisonalitäten im Bedarfsverhalten der Artikel zu erkennen, müssen die Verbrauchs- und Bedarfsentwicklungsdaten sogar über zwei Jahre rückwirkend ermittelt und ausgewertet werden. Die Auswertung selbst ist eine dynamische Simulation auf Basis der Vergangenheitsentwicklung. In dieser Simulation wird das Verhalten des ERP-Systems abgebildet, wobei in der Regel eine Reihe von Optimierungsmaßnahmen greifen, die bisher im ERP-System nicht eingesetzt worden sind, denn sonst wären die Bestände ja vermutlich niedriger als sie heute sind. Solche Optimierungsmaßnahmen betreffen beispielsweise die Optimierung der Verfahren und Parameter zur Bedarfsprognose und Sicherheitsbestandsberechnung.

ProblemartikelDarüber hinaus kommen eine Reihe von Besonderheiten zum Tragen: So ist der geforderte Lieferbereitschaftsgrad beispielsweise eine Eingangsgröße für den Simulationsverlauf und keine Ergebnisgröße am Ende der Simulation. Artikelspezifische Auswertungen sind folglich unabdingbar, um ein ERP-System dispositiv richtig einzustellen. Sie sind jedoch zu aufwändig und deshalb zu teuer, um eine schnelle Vorab-Aussage über das Gesamtpotenzial der Bestandssenkung eines Lagers zu ermöglichen und so eine plausible Kosten-/Nutzen-Rechnung für ein detailliertes Bestandssenkungsprojekt zu liefern.

Auszug aus der E:S:A Auswertung

Die E:S:A Auswertung für Microengineering Ltd zeigte 1.315.000 £ Bestandssenkungspotenzial, von denen 938.000 £ innerhalb der ersten sechs Monate abgebaut werden können.
Die E:S:A Auswertung für Microengineering Ltd zeigte 1.315.000 £ Bestandssenkungspotenzial, von denen 938.000 £ innerhalb der ersten sechs Monate abgebaut werden können.

E:S:A – Excess Stock Assess

Im Gegensatz zu diesem klassischen Ansatz greift die von A&K entwickelte E:S:A-Überbestandsanalyse lediglich auf eine Reihe von artikelspezifischen Stammdaten wie Losgrößen und Wiederbeschaffungszeiten, aktuelle Bestände und Artikelpreise zurück, die ein Unternehmen mit vergleichsweise geringem Aufwand selbst ermitteln und zu einer kostenlosen Bestandssenkungs-Analyse an A&K schicken kann, ohne Unternehmensinterna nach außen transparent zu machen.

Mit diesen und einigen weiteren Parametern können artikelspezifisch Überbestände ermittelt und voraussichtliche Bestandsabbaukurven errechnet werden. Aufsummiert über die Gesamtzahl der betrachteten Artikel ergibt sich hieraus eine Aussage über

  • das gesamte Bestandssenkungspotenzial,
  • die voraussichtliche Bestandsabbaukurve,
  • die daraus resultierenden Kostenersparnisse sowie
  • die Bestandshöhe der sich nicht drehenden Artikel.

Jede Art der Überbestandsbetrachtung erfordert selbstverständlich auch die Betrachtung von Sicherheitsbeständen. Die Sicherheitsbestände dienen dazu, die Unsicherheit über den tatsächlich zukünftig benötigten Bedarf abzufedern. Natürlich wird auch dieser Aspekt bei der Überbestandsanalyse berücksichtigt.

Die Bestandsbetrachtung im E:S:A-Verfahren stellt eine Momentaufnahme der Situation zum Zeitpunkt der Datenaufnahme dar. Da die Analyse jedoch über das gesamte Produktspektrum durchgeführt wird, stellt das Gesetz der großen Zahl sicher, dass diese Momentaufnahme statistisch auch repräsentativ für die effektive Überbestandssituation eines Unternehmens ist. Aussagen zu einzelnen Artikeln lassen sich mit diesem Ansatz allerdings nicht machen. Sie sind zu dem Zeitpunkt, zu dem üblicherweise eine E:S:A-Analyse durchgeführt wird, aber auch nicht nötig.

Das E:S:A-Verfahren ist so aufgebaut, dass das anwendende Unternehmen keine vertraulichen Daten herausgeben muss, wenn es bereit ist, die Daten selbst in eine kostenlos bereitgestellte Erfassungssoftware einzugeben. An A&K wird sodann lediglich ein komprimierter Satz an Daten weitergeleitet, aus denen sich keine Rückschlüsse auf individuelle Artikeldaten ziehen lassen. Nur die eigentlichen Auswertungen und die Ergebnisaufbereitung werden sodann von A&K vorgenommen.

Die gegenwärtig von A&K in Verbindung mit der technischen Zeitung „vdi-nachrichten“ durchgeführte Überbestandsuntersuchung beruht auf dem E:S:A-Verfahren.

975.000£ Bestandssenkungspotenzial, von denen 660.000£ innerhalb der ersten sechs Monate abgebaut werden können, ergaben sich auf Basis von E:S:A für die Microengineering Ltd. Grund genug für John Mullen, mit den Spezialisten von A&K nach dem Gold zu graben.

Das digitale E:S:A Formular steht hier zum Download bereit. Das Ausfüllen des E:S:A Formulars zur Bestandssenkungsanalyse benötigt nur zwei bis drei Stunden Arbeit. Sollten Fragen beim Ausfüllen entstehen, stehen wir Ihnen gerne unter unserer Infohotline 02407/9565-30 mit Rat und Tat zur Seite.


1 Namen aus Vertraulichkeitsgründen geändert


Andreas Kemmner

Autor | Author

Prof. Dr. Kemmner hat in über 25 Jahren Beratertätigkeit in Supply Chain Management und Sanierung weit über 150 nationale und internationale Projekte durchgeführt.

2012 wurde er von der WHZ zum Honorarprofessor für Logistik und Supply Chain Management bestellt.

Die Ergebnisse seiner Projekte wurden bereits mehrfach ausgezeichnet.

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